Unglücklich im Job? Wage den Neuanfang und finde deine Berufung

Es ist ja nichts neues…wir leben fremdbestimmt, um Geld zu verdienen. Montag bis Freitag, 40 Stunden pro Woche mit 30 Tagen Urlaub im Jahr. In der Regel irgendwo im Büro, in einer Institution, einer Praxis oder an einem ähnlichen Ort. Nur wenige haben es geschafft, ihre Arbeitszeit und -ort selbst zu bestimmen, indem sie entweder gut verhandelt oder keinen Job von der Stange haben. Viele hatten davon die Nase voll und haben sich selbstständig gemacht, mal mehr oder weniger erfolgreich. Und du? Wie weit bist du gekommen?

Wie hat denn alles angefangen?

Hast du von Anfang an die richtige Abbiegung genommen, um deine Leidenschaft auszuleben und damit Geld zu verdienen? Oder hast du erst mal was „Vernünftiges“ gemacht, in der Hoffnung, dass es irgendwann genug Geld gibt und du somit „entschädigt“ wirst. Wusstest du, dass das Gehalt offiziell die Entschädigung für deine Zeit ist? Das hat mich schon vor Jahren geschockt, weil doch tatsächlich davon ausgegangen wird, dass ich etwas tue, das ich nicht mag und dafür Geld bekomme. Was ist das für eine negative Sichtweise?

In meiner bunten Welt der Möglichkeiten ist Geld eine Belohnung für das, was ich gerne und gut mache und was Leuten hilft. Ich bin immer meiner inneren Stimme gefolgt. Wenn ich dachte: „Oh, das klingt interessant!“ hab ich es getan. Obwohl…das ist gelogen. Das hab ich nicht immer schon so gemacht. Das beste Gegenbeispiel ist mein abgebrochenes Soziologiestudium gefolgt von einem durchgezogenen BWL Studium. Letzteres habe ich nur geschafft, weil ich bei meiner Studentenorganisation (Aiesec) viel zu viel Spaß hatte. Ich hab Studenten in alle Welt getauscht. Ich war fasziniert vom internationalen Austausch und anderen Kulturen. Wie lebt man in Mexiko, Finnland, Slowenien? Was essen sie dort, was denken sie, wie ticken sie? Hochgradig spannend!

Berufliche Erfüllung

Ich weiß noch wie ich am Schreibtisch saß und dachte: ,Was wenn ich einfach in diesem Bereich arbeite? Was wenn es nicht BWL wird? Wenn ich weiter international arbeiten kann???‘ Ich hab gar nicht groß darüber nachgedacht und mich beworben…bin für zwei Jahre nach New York und anschließend nach Hamburg. Es lief. Einfach so. Es lief so gut, dass mir Geld egal war.

Irgendwann hab ich gedacht: ,Hm…leider wird die Kohle nie reichen, weil ich im Non-Profit-Bereich feststecke…‘ Aber in dem Moment habe ich meine bessere Hälfte kennen gelernt und wir sind für fünf Jahre nach Dallas. Es sollte nur ein Jahr werden, aber es lief so reibungslos, dass wir verlängert haben. Wir sind unseren Herzen gefolgt und es hat sich gefügt.

Der Rest ist Geschichte…

Wenn du gerade über deinen Job und deine Zukunft nachdenkst…

Ich wollte gar nicht so weit ausholen, denn eigentlich wollte ich dir nur sagen: wenn du über deinen Job und deine Zukunft nachdenkst, dann lies doch einfach in dieser Kategorie weiter.

Ich will dir Mut machen, deine Träume zu verwirklichen. Obwohl ich diesen Begriff schwierig finde. Ich habe keine Träume. Ich bin zufrieden. Aber ich will den Standard halten und machen, was mich interessiert. Ich will nicht in irgendwelche Zwänge, außer wenn sie mir einen Rahmen geben, in dem ich mich verwirklichen kann und meinen Beitrag zum Weltfrieden leisten kann. Arbeit muss aus meine Sicht wirklich sinnvoll sein. Sinnstiftend meine ich damit, denn sonst wird es ganz schnell langweilig und zäh. Sie darf Spaß machen und wenn dein Interesse auf einen Rahmen trifft, der dich selbst verwirklichen lässt: Glückwunsch! Dann hast du das große Los gezogen! Du darfst einfach sein und wirst dafür auch noch bezahlt.

Warum werden manche Leute eigentlich so erfolgreich und andere nicht? Weil sie tun, was sie lieben. Allerdings ist meine Erkenntnis der letzten Jahre, dass es besonders schwierig ist, wenn man viele Interessen und nicht DIE EINE SACHE hat, die man zielstrebig verfolgt. „Scannerpersönlichkeit“ ist der moderne Begriff für meine Spezies. Wir müssen aufpassen, das wir DRANBLEIBEN. Für ein oder zwei Jahre, die uns wie eine Ewigkeit vorkommen. Ich liebe die Abwechslung, ich bin neugierig und kann mich viel zu schnell begeistern. Das ist gut, wenn man Projekte umgesetzt sehen will, aber für Dinge, die Zeit brauchen, ist es fatal. Sie werden zu schnell aufgegeben, weil sie nicht schnell genug wachsen.

Welche Persönlichkeit bist du denn? Geduldig, immer an einer Sache dran oder die, mit den vielen Interessen, immer am Entdecken von neuen Möglichkeiten mit einer wahnsinnigen Fantasie und Kreativität?

Es ist tatsächlich egal, denn am Ende zählt nur, dass du glücklich bist und auf ein Leben zurückschaust, das DU bestimmt hast. Du bestimmst, ob und wie du deine Woche verbringst: 40 Stunden an einem bestimmten Ort oder zig Stunden flexibel woanders. Es ist deine Entscheidung, zum Beispiel als Fotografin in der Safari zu arbeiten oder ganz klassisch bei der Sparkasse um die Ecke. Es gibt kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter. Es gibt nur dich und deine Seele, die gehört, gefühlt und gespürt werden will, damit sie sich entfalten und von ihrer besten Seite zeigen kann.

Findest du nicht auch???

Ganz liebe Grüße,

Ute